Haare werden oft als Metapher für die Illusion und Unwissenheit des Menschen verwendet. Daher werden sie auch "Unkräuter der Unwissenheit" genannt, und ein rasierter Kopf symbolisiert das Loswerden dieser Illusionen und Unwissenheit. Es wird angenommen, dass wir unseren Körper und Geist rein halten sollten, um das Niveau des wahren Verständnisses und der Erleuchtung zu erreichen. Deshalb sehen wir oft buddhistische Mönche mit rasiertem Kopf. Sogar die Geschichte besagt, dass Siddhartha Gautam - der Buddha - sich die Haare geschnitten hat, als er seinen Palast verließ, um Erleuchtung zu erlangen.
Aber wenn wir Buddha in einer seiner Statuen und anderen Kunstformen sehen, wird Buddha mit kurzen, engen Ringellocken dargestellt. Um genau zu sein, sind es etwa 108 Ringellocken auf dem Kopf des Buddha. Es stellt sich also die Frage, warum die Künstler Buddha mit kurzen Ringellocken darstellen? Es gibt zahlreiche Annahmen für diese kurzen Ringellocken. Eine Annahme besagt, dass diese Ringellocken keine kurzen Haare sind, sondern tatsächlich 108 getrocknete Schnecken.
Märtyrer-Geschichte
Eines Tages, an einem sonnigen Nachmittag, setzte sich Buddha unter den Baum und begann zu meditieren. Er versank so tief in seine Meditation, dass er die Zeit nicht bemerkte. Mit der Zeit fielen die Sonnenstrahlen direkt auf seinen kahlen Kopf.
In diesem Moment kroch eine Schnecke über den Boden. Die Schnecke bemerkte, dass Buddha an einem so heißen Tag tief in Meditation versunken war. Obwohl Buddha unter dem Baum saß, waren die Sonnenstrahlen auf seinen Kopf gerichtet. Da sie dachte, Buddha würde bald abgelenkt werden und seine Konzentration durch die Sonnenstrahlen verlieren, kroch die Schnecke ohne zu zögern auf Buddhas Kopf und setzte sich dort nieder, wobei ihr geschmierter Körper Buddhas glatte und nackte Haut kühlte. Andere Schnecken folgten der ersten, krochen auf den Kopf und setzten sich ebenfalls dort nieder. Die Schnecken auf dem Kopf sahen aus wie eine ordentliche Kappe aus spiralförmigen Gehäusen.
Die kühlen und feuchten Körper der Schnecken halfen, Buddhas Meditation stundenlang aufrechtzuerhalten. Die Schnecke wurde durch die Hitzestrahlen ausgetrocknet und dehydriert. Später am Abend, als Buddha von der Meditation aufstand, stellte er fest, dass er eine Kappe aus 108 Schnecken trug, die alle ihr Leben gegeben hatten, um eine ablenkungsfreie Umgebung für Buddhas Weg zur Erleuchtung zu schaffen.
Da die Schnecken ihr Leben für den Buddha gegeben hatten, werden sie nun als Märtyrer geehrt. Daher werden sie auf Buddha-Statuen und anderen Kunstwerken dargestellt, um uns an ihr Opfer zu erinnern.


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