DIE DREI UNIVERSALEN WAHRHEITEN
Eines Tages saß der Buddha im Schatten eines Baumes und bemerkte, wie schön die Landschaft war. Blumen blühten und Bäume trugen leuchtend neue Blätter, doch inmitten all dieser Schönheit sah er viel Unglück. Ein Bauer schlug seinen Ochsen auf dem Feld. Ein Vogel pickte an einem Regenwurm, und dann stürzte ein Adler auf den Vogel herab. Tief beunruhigt fragte er: „Warum schlägt der Bauer seinen Ochsen? Warum muss ein Geschöpf ein anderes fressen, um zu leben?“
Während seiner Erleuchtung fand der Buddha die Antwort auf diese Fragen. Er entdeckte drei große Wahrheiten. Er erklärte diese Wahrheiten auf einfache Weise, damit jeder sie verstehen konnte.
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Nichts geht im Universum verloren
Die erste Wahrheit ist, dass im Universum nichts verloren geht. Materie verwandelt sich in Energie; Energie verwandelt sich in Materie. Ein totes Blatt verwandelt sich in Erde. Ein Same keimt und wird zu einer neuen Pflanze. Alte Sonnensysteme zerfallen und verwandeln sich in kosmische Strahlen. Wir werden von unseren Eltern geboren; unsere Kinder werden von uns geboren.
Wir sind dasselbe wie Pflanzen, wie Bäume, wie andere Menschen, wie der fallende Regen. Wir bestehen aus dem, was uns umgibt, wir sind dasselbe wie alles. Wenn wir etwas um uns herum zerstören, zerstören wir uns selbst. Wenn wir einen anderen betrügen, betrügen wir uns selbst. Im Verständnis dieser Wahrheit töteten der Buddha und seine Jünger niemals ein Tier.
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Alles ändert sich
Die zweite universale Wahrheit des Buddha ist, dass sich alles ständig ändert. Das Leben ist wie ein Fluss, der immer weiter fließt, sich ständig verändert. Manchmal fließt er langsam und manchmal schnell. An manchen Stellen ist er sanft und mild, aber später tauchen aus dem Nichts Hindernisse und Felsen auf. Sobald wir denken, wir sind in Sicherheit, geschieht etwas Unerwartetes.
Einst streiften Dinosaurier, Mammuts und Säbelzahntiger über diese Erde. Sie starben alle aus, doch dies war nicht das Ende des Lebens. Andere Lebensformen wie kleinere Säugetiere erschienen, und schließlich auch Menschen. Jetzt können wir sogar die Erde aus dem Weltall sehen und die Veränderungen verstehen, die auf diesem Planeten stattgefunden haben. Auch unsere Vorstellungen vom Leben ändern sich. Die Menschen glaubten einst, die Welt sei flach, aber jetzt wissen wir, dass sie rund ist.
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Gesetz von Ursache und Wirkung
Die dritte universale Wahrheit, die der Buddha erklärte, ist, dass es aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung kontinuierliche Veränderungen gibt. Dies ist dasselbe Gesetz von Ursache und Wirkung, das in jedem modernen Wissenschaftslehrbuch zu finden ist. In dieser Hinsicht ähneln sich Wissenschaft und Buddhismus.
Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist als Karma bekannt. Uns geschieht nie etwas, das wir nicht verdienen. Wir erhalten genau das, was wir verdienen, sei es gut oder schlecht. Wir sind jetzt so, wie wir sind, aufgrund der Dinge, die wir in der Vergangenheit getan haben. Unsere Gedanken und Handlungen bestimmen die Art von Leben, die wir haben können. Wenn wir Gutes tun, werden uns in Zukunft gute Dinge widerfahren. Wenn wir Schlechtes tun, werden uns in Zukunft schlechte Dinge widerfahren. Jeden Moment erschaffen wir neues Karma durch das, was wir sagen, tun und denken. Wenn wir dies verstehen, brauchen wir Karma nicht zu fürchten. Es wird unser Freund. Es lehrt uns, eine helle Zukunft zu gestalten.
Der Buddha sagte,
„Die Art des gesäten Samens wird diese Art von Frucht hervorbringen.
Diejenigen, die Gutes tun, werden gute Ergebnisse ernten.
Diejenigen, die Böses tun, werden böse Ergebnisse ernten.
Wenn du sorgfältig einen guten Samen pflanzt,
Wirst du freudig gute Früchte ernten.“
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